Wer eine ältere Immobilie kauft oder saniert, konzentriert sich oft auf Dach, Heizung oder die Neugestaltung der Innenräume. Die Elektroinstallation gerät dabei schnell in den Hintergrund – obwohl sie über Sicherheit, Komfort und Zukunftstauglichkeit des Gebäudes entscheidet. Eine gründliche Prüfung vor dem Kauf oder zu Beginn der Sanierung kann teure Nacharbeiten verhindern.
Was veraltete Installationen verratenIn Gebäuden mit älterer Elektrik, bedeutet über 30 Jahre alt, entspricht die Anlage oft nicht mehr dem heutigen Stand. Leitungen, die den gestiegenen Anforderungen nicht mehr standhalten, fehlende Schutzschalter oder veraltete Sicherungstechnik sind dann keine Seltenheit. Hinzu kommen häufig zu wenige Steckdosen und fehlende Stromkreise. Sichtbare Mängel wie beschädigte Kabel, dunkle Verfärbungen im Zählerschrank oder selbst vorgenommene Erweiterungen sind weitere Warnsignale.
Fünf Punkte, die Käufer im Blick haben sollten - Alter und Zustand der Leitungen und Verteiler prüfen
- Vorhandensein von Schutzleitern und Fehlerstrom-Schutzschaltern klären
- Zählerschrank auf aktuelle Norm und ausreichende Absicherung prüfen
- Ausreichende Stromkreise und Steckdosendichte je Nutzungsbereich bewerten
- Erweiterbarkeit für Wärmepumpe, PV-Anlage oder Ladeinfrastruktur beurteilen
Den Ist-Zustand professionell erfassenVor der Sanierung lohnt sich die Prüfung durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb durch den E-CHECK. Er durchleuchtet die gesamte Anlage systematisch, dokumentiert Mängel und gibt eine belastbare Grundlage für die Sanierungsplanung. Gerade wenn Wärmepumpe, Photovoltaikanlage oder Wallbox geplant sind, müssen die vorhandene Anschlussleistung und der Zählerschrank in einem entsprechenden Zustand sein.